Handlauf auf Rezept abgelehnt – was tun?
Handlauf auf Rezept abgelehnt – was tun?
Warum eine Ablehnung kein Ende ist (und oft sogar eine zweite Chance)
Viele Menschen sind verunsichert, wenn sie Post von der Pflegekasse bekommen – besonders dann, wenn dort steht:
„Der Antrag auf Kostenübernahme wird abgelehnt.“
Die erste Reaktion ist fast immer dieselbe:
👉 „Dann geht das wohl nicht.“
👉 „Dann muss ich das selbst zahlen.“
👉 „Dann lassen wir es lieber.“
Genau hier passiert der größte Fehler.
Denn: Eine Ablehnung bedeutet in den meisten Fällen nicht, dass kein Anspruch besteht.
Sie bedeutet nur, dass der Antrag so, wie er gestellt wurde, nicht ausreichend war.
Und genau hier trennt sich Erfahrung von Unwissen.
Warum Handlauf-Anträge häufig abgelehnt werden
In unserer täglichen Praxis sehen wir immer wieder dieselben Gründe:
1. Der Handlauf wird als „normale Baumaßnahme“ bewertet
Viele Anträge beschreiben den Handlauf rein technisch:
-
Länge
-
Material
-
Montageort
Was fehlt, ist der medizinisch-funktionale Nutzen.
Die Pflegekasse denkt dann: „Das ist doch Standard – kein Hilfsmittel.“
👉 Ergebnis: Ablehnung.
2. Die Begründung ist zu allgemein gehalten
Sätze wie
„Der Handlauf dient der Sicherheit“
klingen logisch – reichen aber nicht aus.
Pflegekassen prüfen nicht nach Bauchgefühl, sondern nach konkreten Einschränkungen:
-
Gleichgewicht
-
Kraft
-
Sturzrisiko
-
Unsicheres Greifen
Fehlen diese Punkte, fehlt die Grundlage für eine Bewilligung.
3. Das Angebot ist nicht auf Pflege zugeschnitten
Ein klassischer Fehler:
Ein Angebot, das aussieht wie für einen Neubau oder gesunde Menschen.
Pflegekassen erwarten:
-
individuelle Anpassung
-
besondere Griffhöhen
-
sichere Greifzonen
-
Berücksichtigung von Einschränkungen
Ohne diese Details wird der Antrag schnell abgelehnt.
Wichtig zu wissen: Ablehnung ≠ endgültige Entscheidung
Das ist der Punkt, den viele nicht wissen – und der bares Geld kostet.
👉 Eine Ablehnung ist fast immer angreifbar.
👉 Ein Widerspruch ist erlaubt – und oft erfolgreich.
Aber:
Ein Widerspruch ohne Fachwissen bringt meist nichts.
Was jetzt wirklich sinnvoll ist (und was nicht)
❌ Einfach akzeptieren
Das ist der häufigste – und teuerste – Fehler.
❌ Schnell selbst zahlen
Oft völlig unnötig, weil der Anspruch eigentlich besteht.
✅ Den Antrag fachlich neu aufstellen
Mit:
-
klarer pflegerischer Begründung
-
verständlicher Argumentation
-
realistischem, aber vollständigem Kostenrahmen
Genau hier entscheidet sich, ob die Pflegekasse „Nein“ oder „Ja“ sagt.
Warum Erfahrung bei Handläufen entscheidend ist
Ein Handlauf für gesunde Menschen ist nicht dasselbe wie ein Handlauf für Pflegebedürftige.
Pflegebedürftige:
-
greifen anders
-
brauchen mehr Halt
-
reagieren langsamer
-
haben oft Angst vor dem Sturz
Ein guter Antrag muss das berücksichtigen – und genau so formuliert sein, dass die Pflegekasse das nachvollziehen kann.
Das ist kein Marketing.
Das ist Handwerk + Pflegeverständnis + Erfahrung.
Unser Ansatz: erst denken, dann bauen
Bei Handlauf auf Rezept gehen wir einen anderen Weg:
-
Wir prüfen, warum der Antrag abgelehnt wurde
-
Wir erklären, wo die Schwachstellen lagen
-
Wir setzen den Handlauf pflegegerecht an – nicht nur nach DIN für Gesunde
-
Wir formulieren Angebote so, dass Pflegekassen sie verstehen
Das Ziel ist nicht „irgendwie montieren“,
sondern Sicherheit, Anerkennung und langfristige Lösung.
Fazit: Eine Ablehnung ist oft nur der Anfang
Wenn Ihr Antrag auf einen Handlauf abgelehnt wurde, heißt das nicht, dass Sie keinen Anspruch haben.
Es heißt nur, dass er noch nicht richtig gestellt war.
Und genau das lässt sich in vielen Fällen ändern.
👉 Lassen Sie eine Ablehnung immer prüfen, bevor Sie aufgeben.
👉 Sprechen Sie mit jemandem, der diese Fälle täglich begleitet.
Wenn Sie möchten, schauen wir uns Ihren Fall ruhig und unverbindlich an –
damit aus einem „Nein“ vielleicht doch noch ein „Ja“ wird.











